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Warum belastende Ereignisse uns manchmal erst später einholen


Nach einem schweren Ereignis ist die erste Unterstützung oft gewährleistet. Bei Feuerwehren, Rettungsdiensten oder in anderen Organisationen stehen beispielsweise Seelsorgende, Care Teams oder Kolleginnen und Kollegen zur Seite. Das ist wertvoll und wichtig.


Doch viele Menschen erleben etwas, das sie überrascht:


Zunächst funktioniert man einfach weiter.

Man erledigt, was erledigt werden muss. Man kümmert sich um andere, trifft Entscheidungen, geht zur Arbeit und versucht, den Alltag aufrechtzuerhalten. Vielleicht denkt man sogar: «Ich habe das eigentlich gut weggesteckt.»


Und dann – Tage oder Wochen später – verändert sich etwas.


Die Gedanken kreisen plötzlich wieder um das Erlebte. Träume werden intensiver. Der Schlaf wird unruhiger. Die Geduld wird kürzer. Bilder tauchen unerwartet auf oder da ist einfach das Gefühl, dass etwas nicht mehr ganz so ist wie vorher.


Viele fragen sich dann:


«Warum jetzt? Ich dachte, ich hätte das längst verarbeitet.»

Die gute Nachricht ist: Solche Reaktionen sind häufig.


Unsere Psyche verarbeitet aussergewöhnliche Belastungen nicht immer sofort. Oft braucht es zunächst Sicherheit und Abstand. Erst wenn der erste Sturm vorbei ist, beginnt die eigentliche Verarbeitung.


Und noch etwas ist mir wichtig:

Es spielt keine Rolle, wie belastbar du normalerweise bist.

Ob Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann, Pflegefachperson, Polizist:in, Lehrperson, Angehörige:r oder jemand, der plötzlich mit einem schweren Schicksalsschlag konfrontiert wurde – wenn dich ein Erlebnis beschäftigt, bedeutet das nicht, dass du schwach bist.


Sich Unterstützung zu holen ist kein Zeichen von Versagen.


Selbstfürsorge ist keine Schwäche. Sie ist ein Zeichen von Verantwortung – auch dir selbst gegenüber.

Du musst mit dem, was du erlebt hast, nicht alleine bleiben.


Wenn du merkst, dass ein Ereignis nachwirkt und du dir einen geschützten Raum wünschst, um darüber zu sprechen, begleiten wir dich in der Praxis Bernstein dabei, das Erlebte einzuordnen, deine Reaktionen besser zu verstehen und Schritt für Schritt wieder Sicherheit und Orientierung zu finden – in deinem eigenen Tempo.

Manchmal beginnt die Verarbeitung erst dann, wenn der erste Sturm vorbei ist. Und auch dann musst du diesen Weg nicht alleine gehen.

Du möchtest mehr darüber erfahren, wie wir Menschen nach belastenden Ereignissen begleiten?



 
 
 

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